Shiatsu-Praktiker*in.

Der Beruf.

Ist Shiatsu-Praktiker*in ein Beruf für mich?

Shiatsu wird üblicherweise eigenständig und eigenverantwortlich im Rahmen einer selbstständigen gewerblichen Tätigkeit ausgeübt.

Neben einem tiefgehenden Theoriewissen und fundierten praktischen Fertigkeiten sind für den*die Shiatsu-Praktiker*in eine Reihe von personalen und sozialen Kompetenzen unerlässlich. Erst durch diese Kompetenzen, deren Entwicklung und Förderung die Ausbildungsdauer von mindestens drei Jahren wesentlich bedingt, ist eine spezifische „Shiatsu-Begegnung“ möglich.

Nach Abschluss der Ausbildung ist der*die Shiatsu-Praktiker*in in der Lage in allen Situationen seines*ihres beruflichen Kontextes selbstständig und letztverantwortlich seine*ihre Tätigkeiten auf sehr hohem professionellem Niveau auszuführen.

Im Rahmen seiner*ihrer unternehmerischen Tätigkeit führt der*die Shiatsu-Praktiker*in die Arbeit selbstständig und eigenverantwortlich aus, eröffnet auf Basis betriebswirtschaftlicher/kaufmännischer Entscheidungen sowie unter Einhaltung sämtlicher rechtlicher Bestimmungen eine Shiatsu-Praxis und führt diese vorausschauend sowie nach berufs-ethischen Grundsätzen.

Was tut der*die Shiatsu-Praktiker*in?

Der*die Shiatsu-Praktiker*in bereitet sich und die Arbeitsumgebung sowie das für die Shiatsu-Behandlung erforderliche Equipment (z.B. Matte, Kissen, Body Cushion) vor und schafft eine sichere und behagliche Atmosphäre vor. Er*sie erstellt zu Beginn der Behandlung eine energetische Einschätzung und erfasst vorliegender Disharmoniemuster seines*ihres Klient*in durch ein klientenorientiertes und strukturiertes Gespräch. Anhand der energetischen Einschätzung und der Befundung entwickelt er*sie ein Behandlungskonzept.

Während der Behandlung (Shiatsu wird auf der Matte ausgeübt) setzt der*die Shiatsu-Praktiker*in verschiedene spezifische Shiatsu-Behandlungstechniken ein, die abhängig vom Behandlungskonzept ausgewählt und in ihrer Druckqualität an die Verfassung und die Bedürfnisse des*der Klient*in angepasst werden. Die Druckausübung erfolgt Shiatsu-spezifisch üblicherweise senkrecht, stabil, zunehmend oder bewegt aus der Körpermitte (Hara) durch den Einsatz des Körpergewichts mit Händen, Daumen, Fingern, Ellbogen, Knien und Füßen – und kann von sanft bis kräftig variieren.

Im Anschluss an die Shiatsu-Behandlung  kann der*die Shiatsu-Praktiker*in auch Empfehlungen aussprechen, wie z.B.Shiatsu-spezifische Übungen wie Makko-Ho-, Do-In-Übungen, Entspannungs-, Meditations- und Kontemplationstechniken.

Detaillierte Erläuterungen zu Lernergebnissen 1-9

Richtlinie der ÖDS-Ausbildung "Qualified Shiatsu Practitioner" (QSP)

Primäre

Berufsfelder.

Prävention.

Shiatsu unterstützt Menschen darin, ihr körperliches und psychisches Gleichgewicht zu wahren und zu festigen. Shiatsu stärkt das Immunsystem und fördert das Körperbewusstsein.

Behandlung.

Shiatsu unterstützt bei Erschöpfung, Schlaf­störungen, Kopfschmerzen, Beschwerden des Bewegungsapparates, Menstruationsbeschwerden und ähnlichen Problemstellungen.

Therapie-Begleitung.

Shiatsu unterstützt in Rück­sprache mit den jeweiligen Spezialisten bei konventio­nellen Therapien und medizinischen Behandlungen sowie Regeneration und Rehabilitation.

Lebenshilfe.

Shiatsu unterstützt und fördert Wachstums- und Reifeprozesse, begleitet in schwierigen Lebensphasen und erleichtert den Übergang von einem Lebensabschnitt zum nächsten.